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Interview zum Thema Ausbildung im Coiffeur-Beruf 


Was war der Grund Coiffeur zu werden? 

Der Grund war mit Menschen zu arbeiten, an Menschen zu arbeiten. Ich wollte einfach nicht im Büro oder in einer Firma arbeiten. Als ich letztes mal beim Coiffeur war, habe ich die Frisierbüchlein angeschaut und gedacht das wär doch etwas. Man sieht sein Arbeit direkt und man arbeiten mit Menschen, nicht mit Maschinen.


Wie war deine Ausbildung und welche Erfahrungen hast du gemacht bis du ein Chef/Ausbildner geworden bist? 

Ich habe drei Jahre Damencoiffeur gelernt, dann ein Jahr Herrencoiffeur. Früher war das getrennt. Heute Lernt man alles in 3 Jahren. Um 1987 habe ich die Meisterprüfung gemacht, dafür musste ich ein Jahr  in einen Lehrmeisterkurs. Seit dem darf ich lernende ausbilden. . In der Zwischenzeit habe ich Seminare für Schneiden, Hochsteckfrisuren und Farbtechniken gegeben. Auch habe ich an verschiedenen Shows im In-und Ausland teilgenommen. Seit 1987 bin ich beim Intercoiffeur Schweiz Mitglied. Nebenbei habe ich die Schule Akademie Kamm gegründet wo ich Produkte für den Coiffeureberuf herstelle, z.B. Folien zum Strähnen machen. 

1995 habe ich mein eigenes Geschäft am Manesseplatz in Zürich eröffnet. Da 2016 eine Renovierung für das gesamte Haus bevorsteht weiss ich nicht wie es weitergehen wird. Im Gegenteil zu früher haben wir heute viel mehr Möglichkeiten neue Sachen zu lernen.


Was heisst es für dich Lernende auszubilden?

Für mich heisst das mein Wissen und meine Erfahrungen weiterzugeben. Und zu zeigen das man Freude an seiner Arbeit haben kann und immer mit einem Lächeln im Gesicht auf die Kunden zugeht. Die Möglichkeit viel Geld zu verdienen ist da, das hängt aber von der Person ab wie sie das angeht. Ich bin sehr froh das Manuela (zuständig für die Lernenden)  jeden Mittwoch bei uns ist und den Lernenden das meiste beibringt. Sie ist sehr erfahren und ist  ÜK- Leiterin (überbetriebliche Kurse) Natürlich zeige ich den Lernenden auch ein paar Sachen.


Was sind wichtige Punkte um einen Lernenden auszubilden? 

Der wichtigste Punkt ist das der Lehrling nicht nur Theorie hat , sondern das er auch praktisch  mitarbeitet. So sieht man selber was möglich ist und was nicht möglich ist. Fehler darf man machen, denn aus Fehler lernt man.  Man muss erklären können wie es zu diesem Fehler gekommen ist. Wichtig ist für mich das sie schon relativ  früh an der Kundschaft arbeiten können. Je mehr sie bzw. Farbe auftragen desto schneller werden sie mit der Zeit. Ohne Praktische Arbeitserfahrung hast du keine Chance in unserem Beruf. Wenn man nach der Lehre eine gute Stelle will, sind Berufserfahrungen verlangt. Wen man nur Haare wäscht, den Boden putzt und Schränke abstaubt kommt man nicht weit. Deshalb gibt es viele die den Beruf wechseln, das finde ich schade. Das liegt grössten Teils bei den Ausbildner wen sie z.B. Den Lehrenden nie an die Kundschaft lassen.


Welche Verantwortungen hast du als Chef?

Meine Verantwortung ist es natürlich das ich den Lernenden die Grundlagen des Berufs vermittle und ihnen zeigen kann wie sie nach der Lehre gut Geld verdienen können. Anderseits bringe ich die Jugendlichen die Arbeitswelt, ich zeige ihnen das das Leben nicht nur eine Sonnenseite hat, sondern das Leben auch Arbeit heisst. Mit der Arbeit verdienst du Geld, mit Arbeit kommt man weiter. Wenn man dann denkt und das Gefühl hat alle schauen an, dann es ist eine falsche Anstellung. Was ich mich jetzt gemerkt habe im letzte Zeit ist sehr oft die Voraussetzungen in Beruf gar nicht bringen, sie sind nicht belastbar, die andere schauen schon für mich usw. 

Dann habe ich Anforderungen mehr geschraubt mit Sek A, Sek B und gute Deutschkentnisse usw., damit man auch selber weiss wo er steht. Seit dem habe ich klar viel mehr weniger Bewerbungen, aber ich muss mich auch weniger stressen. Ich nehme lieber keine Ausbildner/in als eine damit ich jemandem zum Putzen habe.


Welche Fähigkeiten sind wichtig bei Lernende für den Ausbildner/in?

Freude an Menschen zu arbeiten das ist das erste, offen sein für alles, auch  gewisse Sachen kann man lernen, trainieren. 

Die Kreativität kann man nicht trainieren, dass muss schon sein und können es mit zu bringen, d.h auch Spass haben an etwas neues zu ausprobieren, nicht einfach immer nur das machen was man schon gelernt hat, sondern können viel Sachen ausprobieren, weil jede Kunde ist nicht gleich. 

Auch Teamfähigkeit, weil man in einem Team arbeitet, das kommt auch dazu. Man muss immer bereits sein Arbeit zu machen, die nicht geteilt worden, dazu gehört Sauberkeit, Freundlichkeit. 

Also das wichtigste mit Menschen zu arbeiten, Spass haben, Freude in eine Team arbeiten zu haben, kann man auch viel in diese Beruf lernen und mehrere Erfahrungen sammeln.